Ispringen-barrierefrei

Bericht im Blättle am 20. Juli 2018

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger!

Am 10. Juli fand im Landratsamt unter dem Titel „Wege zur barrierefreien Kommune“ eine Tagung statt, veranstaltet vom Sozialdezernat des Enzkreises unter Führung von Katja Kreeb.

Eingeladen waren die Bürgermeister der Enzkreisgemeinden, unter ihnen auch unser Bürgermeister Thomas Zeilmeier, außerdem von Behinderung betroffene Menschen mit z.B. Blindheit, Sprachbehinderung, geistiger Behinderung etc., aber auch Angehörige von Menschen mit Handicap sowie Menschen, die sich bisher schon um Barrierefreiheit bemüht haben.

Nach der Begrüßung durch Landrat Bastian Rosenau führte Britta Kinzler vom Sozialamt durch die Veranstaltung, unterstützt von Alexander Lang aus Mühlacker, selbst auf den Rollstuhl angewiesen, und von Anne-Marie Rouvière-Petruzzi, unserer neuen Behindertenbeauftragten des Enzkreises. Sie referierte als erstes über die gesetzlichen Grundlagen für das Projekt Barrierefreiheit.

Alexander Lang zeigte dann in einer Präsentation Wege und Hindernisse zum Erreichen von Barrierefreiheit auf. Anschließend berichtete Michaela Bruder über das Projekt für Ältere und Behinderte in Königsbach-Stein.

Unser Projekt „Ispringen Barrierefrei“ stellte Dr. Wolfgang Ballarin anhand einer weiteren Präsentation vor, berichtete von unseren Treffs und Quartiersbegehungen. Weiter sprach er von den baulichen und sonstigen Maßnahmen, die die Gemeinde auf Grund der von uns angesprochenen Probleme ergriffen hat. Außerdem präsentierte er noch die im Aufbau befindliche Homepage mit integriertem Barrieremelder.

Best Practice in unserer Region – ein Beispiel: „Ispringen Barrierefrei“

Das Illinger Projekt wurde anschließend vom dortigen Bauamtsleiter Thomas Mörmann unter Assistenz von Alexander Lang vorgestellt.

Unter den Projektgruppen ergaben sich auch noch Fragen, die schnell geklärt wurden. Es zeigte sich, dass eine gute Vernetzung unter den Gruppen sehr wichtig ist – man kann voneinander lernen, oftmals bestehen woanders ähnliche Probleme, und das Rad muss nicht zweimal erfunden werden.

Auf weitere Sicht wird ein großes Problem die Barrierefreiheit im öffentlichen Personennahverkehr sein, wobei der Gesetzgeber klare Zeitvorgaben gemacht hat. Im Bahnverkehr sind schon einige Fortschritte absehbar, siehe Bahnsteigumbau in Ispringen, aber beim Busverkehr stehen noch viele Probleme an.

Unser Bürgermeister Thomas Zeilmeier konnte nur den Kopf schütteln. Er war ja vor seiner Amtszeit acht Jahre in Australien und dort für den öffentlichen Personennahverkehr im Bundesstaat Queensland mit der Hauptstadt Brisbane zuständig. Er meinte, Australien sei uns um fünfzig Jahre voraus!

Dennoch – es ist gut, dass die Probleme erkannt, benannt und angepackt werden. Deshalb gehen wir weiter auf dem langen und beschwerlichen Weg zur Barrierefreiheit!! Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger: unterstützen Sie uns dabei, kommen Sie zu unseren Treffs – der nächste am 30. Juli um 20:00 Uhr im Bürgerhaus.

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