Ispringen-barrierefrei

Begehung „Eisenbahnstr.“

Liebe Ispringen Mitbürgerinnen und Mitbürger!

Heute berichten wir über unsere Begehung der Eisenbahnstraße vom 14. November. Zu acht, teilweise mit Hilfsmitteln unterwegs wie Rollator, Rollstuhl und E-Rolli (Elektro-Rollstuhl), erkundeten wir unsere Eisenbahnstraße vom Bürgerhaus bis zum EDEKA.Dabei sind uns natürlich wieder einige Barrieren, Hindernisse und Schwierigkeiten für Menschen mit Handicap aufgefallen.

Wie auf vielen Wegen in der Gemeinde, ist der Abstand zwischen geparkten Kraftfahrzeugen und Hausmauer, Laternenmast oder Grundstücksbepflanzung so eng (s. Photo), dass Menschen mit Hilfsmitteln, aber auch mit Kinderwagen nur mit Mühe passieren können, zeitweise sogar die Rollstuhlfahrer auf die Straße ausweichen müssen.

Schmale Gehwege in der Eisenbahnstraße

Weiterhin sind Hofeinfahrten durch die Absenkung zur Straße hin oft so abschüssig, dass Rollator- oder Rollstuhlfahrer einiges an Kraft und Geschicklichkeit aufbieten müssen, um nicht in den Abgrund, sprich, in den Rinnstein, gezogen zu werden. Dieses Problem wird sich allerdings erst im Zuge umfassender Baumaßnahmen, sei es punktuell oder bei einer Sanierung der Gehsteige lösen lassen.

Der mit einer Ampel gesicherte Fußgängerübergang an der Kämpfelbachquelle soll ja auf weitere Sicht nach Rücksprache mit der Straßenmeisterei des Enzkreises blindengerecht eingerichtet werden, also mit dem bekannten Klopfsignal wie an der Ampel an der Einmündung der Schul- in die Eisenbahnstraße. Hier, am Anstieg zur Brunnenstraße, bestehen aber auch erhebliche Probleme für alle Gehbehinderten, da sich aus der Brunnenstraße ein erhebliches Gefälle (mehr als 20 %) bis zur Bordsteinkante der Eisenbahnstraße erstreckt, was natürlich der schwierigen und an Barrieren reichen Ispringer Topographie geschuldet ist. Zur Problematik trägt noch bei, dass der gesamte untere Teil der Brunnenstraße gepflastert ist. Einfache Lösungen hierzu sind uns auch nicht eingefallen

Beim Befahren des Gehweges auf der Bahndammseite zwischen Unterführung und Kreisverkehr hatten unsere Rollator- und Rollstuhlfahrer Schwierigkeiten, da dort unter dem angewehten Laub Schottersteine lagen. Nach Rücksprache mit dem Bauamt wird das sicher zügig behoben.

Weiterhin problematisch sind im Kreisverkehr die nicht abgesenkten Bordsteine an der Einmündung der Dietlinger Straße. Auch hier sind bei möglichen Straßenbaumaßnahmen der Planer und die Gemeindeverwaltung gefordert.

Unsere Projektgruppe bei einem kurzen Halt: Ingrid Bader-Schulze, Cordula Roller, Dr. Wolfgang Ballarin, Angelika Frey, Stefan Kettig, Ilona Geisselhardt, Petra Schulten (v.l.n.r.). Verhindert waren Anke Kautz, Roland Hübner, Lukas Hübner

Nun, nach der Darstellung der von uns festgestellten Schwierigkeiten ein Thema, das jetzt aktuell ist:

Wir von der Projektgruppe „Ispringen barrierefrei“ wünschen Ihnen allen ein schönes Weihnachtsfest und für das Neue Jahr allen Menschen mit Handicap weniger Barrieren auf ihren Wegen, sowie den Menschen ohne Behinderung, dass ihr weiterer Lebensweg im Neuen Jahr mit Gesundheit und Zufriedenheit verläuft. Gerne können Sie, liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, ob mit oder ohne Behinderung, an der Arbeit unserer Projektgruppe teilnehmen. Sitzungs- und Begehungstermine werden wir wie bisher zeitnah im Gemeindeblatt veröffentlichen.

WB

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